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Eckener-Schule Flensburg :: Berufliche Schule der Stadt Flensburg im RBZ

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24937 Flensburg

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Filmprojekt "Kundenberatung", Anlagenmechaniker SHK - Mittelstufe

1. Ziele des Filmprojekts

Kurzfilm "Kundenberatung" (zum Download)

Angesichts der Erkenntnis, dass es keine Lehrfilme zum Thema "Kundenberatung"; für den Bereich Anlagenmechaniker/in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik gab, entstand die Idee, mit einer Klasse selbst einen Film herzustellen. Die Herstellung eines solchen Films führt erstens zu einer über das normale Maß hinaus gehende Beschäftigung mit dem Problem „Verhalten beim Kunden“ und zweitens zu der Möglichkeit, das entstandene Produkt bei entsprechender Qualität auch für kommende Klassen als Impulsfilm zu nutzen.

Das aus dieser Idee entstandene Filmprojekt „Kundenberatung“ sollte unterschiedliche fächerübergreifende Kompetenzen der Schüler wie folgt unterstützen und damit weiter entwickeln:

Fachkompetenz: Die Schüler lernten, wie sie unter der Berücksichtigung von Vorgaben (siehe 2.), berufsbezogenes Erfahrungswissen bei der Planung und Herstellung eines Filmes zum Thema Kundenberatung anwenden können. Sie lernten die Phasen eines Kundengespräches im Beruf Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik kennen und konnten einen möglichen Schadensfall im Bereich Trinkwasseranlagen entwickeln. Während der Entwicklung des Drehbuches reflektierten die Schüler typische Fehler im direkten Umgang mit Kunden und konnten für sich selbst Verhaltensweisen entwickeln, um die Fehler zu vermeiden.

Methodenkompetenz: Die Schüler konnten aufgeteilt in Gruppen in einer Wettbewerbssituation entsprechende Handlungen, Dialoge, Drehbücher und Drehpläne entwickeln, also vollständige Handlungen durchführen. Sie waren dazu in der Lage selbstständig zu entscheiden, welches die beste Variante ihrer Teilergebnisse war. Sie wussten, welche Kanäle der Kommunikation sie nutzen konnten, um sich benötigte Informationen zu beschaffen.

Sozialkompetenz: Die Schüler begriffen den Verlauf von Kundengesprächen als Kommunikationsprozess, in dem jede Kundenreaktion das eigene Verhalten widerspiegelt. Sie organisierten sich innerhalb ihrer Gruppen, und übten sich im Umgang mit den Gruppenmitgliedern, insbesondere in Bezug auf Kooperation. Sie werteten den Film als Gemeinschaftsproduktion.

2. Notwendige Vorüberlegungen

Die meisten Filme, die in Schulen gedreht werden, sind mit dem Makel einer gewissen Unprofessionalität behaftet. Daher wurde entschieden, diesen Film unterstützt durch den Offenen Kanal Flensburg herzustellen. Weitere Vorüberlegungen bezogen sich auf den Drehort, die Drehzeit und andere organisatorische Rahmenbedingungen, so dass die Klasse, nämlich die Mittelstufe Am06, zu Beginn des Blocks, in dem der Dreh stattfinden sollte, nicht durch Hemmnisse in ihrem eigentlichen Auftrag behindert wurden. Angesichts anderer Lernziele des Rahmenlehrplanes wurde der zeitliche Aufwand auf eine Woche begrenzt, wobei zwei Schülerteams über die eigentliche Schulzeit hinaus unterwiesen werden mussten. Bei diesen Teams handelte es sich um das Kamera- und um das Schneideteam. Sie wurden in den Räumlichkeiten des Offenen Kanals an dem entsprechenden Equipment von den dortigen Mitarbeitern ausgebildet. Drehort waren zwei Räume der Eckener-Schule. Das Equipment, wie beispielsweise zwei Kameras und diverse Tontechnik, wurden am Drehtag selbst (Donnerstag, 13.12.2007) von einem der Mitarbeiter des Offenen Kanals an die Schule gebracht. Dieser Mitarbeiter blieb auch den gesamten Tag dabei und unterstützte die Klasse beim Dreh. Damit dieser Drehtag reibungslos verlief, mussten Dialoge, Handlungsabläufe, Kameraeinstellungen, Drehraumskizzen, Requisiten, Regieanweisungen und Aufgaben bereits im Vorfeld geplant werden. Das war die Aufgabe der gesamten Klasse an den drei Tagen vor dem Dreh. Sämtliche Aufgaben wurden gleich zu Beginn des Projektes in Teams verteilt. Die Teams bzw. Schauspieler setzten sich rein aus Freiwilligen zusammen, sprich, jeder durfte dort mitarbeiten, wo er wollte. Darüber hinaus gab es während der Vorbereitung fünf teamunabhängige Extragruppen, die nach pädagogischen Gesichtspunkten zusammengesetzt wurden. Diese erarbeiteten in einer Wettbewerbsituation die entsprechenden Handlungsabläufe, Dialoge, Requisiten und Einstellungen (letzteres kam nicht zu Stande). Beispielsweise wurde eine Doppelstunde für die Requisitenliste verwendet. Am Ende der Stunde präsentierte jede Gruppe ihre Ergebnisse und es wurde demokratisch beschlossen, welche Liste nun die beste sei.

3. Der Drehtag und der Drehschluss

Am Drehtag (Start 7.40 Uhr) staffierten zunächst die Requisiteure die beiden Räume aus. Dann begann der eigentliche Dreh. Das Kamera- und Tonteam verblieb gemeinsam mit den Schauspielern in den Räumlichkeiten, während die Requisiteure mit einem Fachlehrer Extraaufgaben bewältigten. Am Ende des Drehtages erschienen die Requisiteure erneut, um die Räumlichkeiten wieder in den Ausgangszustand zu versetzen. Das Kamerateam und das Schneideteam wurden zum Drehschluss (etwa 13.30 Uhr) entlassen, da sie schon Extrazeit bei den Schulungen investiert hatten und das Schneideteam den letzten Schritt am darauf folgenden Montag noch vor sich hatte.

4. Resümee

Im Verlauf der Woche gab es hin und wieder Unklarheiten bezüglich der Aufgaben der Schüler. Am Ende der Vorbereitungszeit fehlten z.B. wie oben bereits erwähnt die eigentlich benötigten Einstellungsskizzen. Daher musste das gesamte Team „Filmprojekt“ am Drehtag selbst mehr oder weniger improvisieren. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ist der Film qualitativ relativ gut ausgefallen, denn die Dialoge wirken ziemlich echt und nicht so „gestellt“ wie es in Rollenspielen im Unterricht oft der Fall ist. Der Film lebt durch die Idee der Negativdarstellung. Er zeigt nicht, wie man sich den Kunden gegenüber verhalten sollte, sondern wie man es nicht macht. Verschiedene Kollegen haben den Film schon als Impulsfilm in anderen Klassen genutzt und kamen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass er seinen Zweck, nämlich den Anstoß zu einer fruchtbaren Diskussion zum Thema Kundenberatung zu geben, voll gerecht wird.

Team AM-SHK, Dezember 2007, CH


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