Sauermanns Stiftung
Flensburger Tageblatt, 28.01.2010
Erste Preisvergabe an die Holzbildhauerklasse
Dr. Telse Sauermann war dabei
Im Premierenjahr soll der Preis noch allen 35 Holzbildhauer-Schülern zu „Inspiration und Anregungen für ihre berufliche Zukunft“ dienen, sagte Sven Mohr, Leiter der Eckener Schule. Ab 2011 belohnt er dann gezielt junge Frauen und Männer, deren künstlerische Arbeit einer besonderen Auszeichnung würdig ist: Die 2006 gegründete Heinrich-Sauermann-Stiftung hat gestern zum ersten Mal ihren gleichnamigen Preis in Höhe von 3875 Euro an die Berufsfachschule für Holzbildhauer – die ehemalige Werkkunstschule – verliehen.
Den jungen Künstlern ermöglicht die Spende eine Exkursion in das Daetz-Zentrum für Holzbildhauerkunst in Lichtenstein bei Chemnitz, eine „wichtige Reise, die wir schon lange vorhatten“, wie Bildungsgangsleiter Thomas Deckert betonte.
Sein Dank richtete sich in erster Linie an die Vorsitzende der Stiftung: Dr. Telse Sauermann – Enkelin des berühmten Gründers des städtischen Museums und der Werkkunstschule – war eigens zur Preisverleihung aus Lübeck angereist. „Die Stiftung ist zwar noch recht jung“, sagte die 86-jährige Dame, die in den 1960er Jahren an der Diako als Ärztin tätig war. Deren Wurzeln gingen jedoch auf ihren Vater, Ernst Sauermann, zurück: In seinem Testament verfügte er 1955, die von seinem Vater ins Leben gerufene Schule durch eine Stiftung zu unterstützen. „Es war sein Wunsch, dass die besten Leistungen prämiert, die Schüler angeregt und gefördert werden.“ Hauptempfänger der Stiftungserlöse ist das Hospital und Kloster zum Heiligen Geist.
jbo


