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Eulen-Skulptur wurde nur halb fertig

Flensburger Tageblatt, 02.02.2011 
  
Etwas müde sahen Tabea Beilfuß und Cindy König schon aus, als sie nach drei Tagen intensiver Holzschnitzerei bei der Grünen Woche in Berlin ihr Produkt am Tarper Bauhof ausluden. Die beiden Auszubildenden des zweiten Lehrjahres an der „Eckener Schule Flensburg, Abteilung Holzbildhauerei“ haben auf dem Ausstellungsstand der „Eider-Treene-Sorge-Region“ aus einem Pappelholzblock Eulen geschnitzt – ganz fertig geworden sind sie nicht.

Etwa drei Arbeitstage sind nach Einschätzung von Tabea Beilfuß (l.) und Cindy König noch nötig, um die Skulptur zu vollenden.

  
Die Eulenpaten Heide Peschlow und Norbert Hein hatten die beiden Azubis mit Holzblock und Werkzeug nach Berlin gefahren, standen während der drei Arbeitstage immer Gewehr bei Fuß, passten auf Werkzeuge und Werkstück auf. Der Stand war mit vier Quadratmetern ziemlich übersichtlich. Dort zu arbeiten, häufig zum Foto-Shooting gebeten zu werden, in Spänen zu stehen und unzählige Fragen zu beantworten, das war anstrengend. „Da war man abends ganz schön kaputt“, stellten die angehenden Bildhauerinnen fest.  
 
Trotz der Anstrengung habe es Spaß gemacht, man habe auch viel dazu gelernt. Der Stand der ETS-Region sei gut besucht worden. Das Projekt „Eulenpfad“ mit bisher schon mehr als 40 fertigen Holzeulen war auf Bildern vorgestellt und habe große Aufmerksamkeit erregt. In besonderer Erinnerung werde die eigene Arbeit am Stand auch wegen der vielen Fragen bleiben. Am häufigsten wollten die Besucher wissen, aus was für ein Holz da bearbeitet werde. Geschmunzelt hätten sie bei der Feststellung, dass „man das Pferd schon erkennen“ könne.  
  
Zahlreiche Besucher wollten sich am liebsten selbst am Eulenobjekt versuchen. „Vielleicht wären wir dann fertig geworden“. Viele Kinder spielten gerne in den Schnitzspänen.  
  
Wie es jetzt mit der halbfertigen Skulptur weiter gehen soll, weiß indes niemand. Beim vierten und letzten Eulen-Workshop im Juni werden neue Eichenstämme für die Holzschnitzer da sein, die es dann zu bearbeiten gilt. Die aktuelle Skulptur aus Pappelholz wird im Eulenwanderpfad keine Würdigung finden, sie wird irgendwann einmal einen Innenraum schmücken. „Es wäre schön, wenn sie einmal fertig würde“, sagt Heide Peschlow. Etwa drei Arbeitstage sind nach Einschätzung von Cindy König und Tabea Beilfuß noch nötig.
      
sh:z/Flensburger Tageblatt/Text: Peter Mai vom 02.02.2011 

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