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Eckener-Schule Flensburg :: Berufliche Schule der Stadt Flensburg im RBZ

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Flensburger Berufsschüler erstellen neue Schulbeschilderung

Die Theorie der Konstruktionsmechanik praktisch erarbeitet und angewandt

Lernfeld 9 – 12 stehen für das dritte Ausbildungsjahr im Lernfeldlehrplan, Begriffe wie Vorrichtungen, Schablonen, Festigkeiten, Qualitätssicherung, Normen, Hilfskonstruktionen oder Demontage- und Montageplanung beschreiben die inhaltlichen Schlagworte – naja, so reißt man sicher auch den interessiertesten Auszubildenden nicht gerade vom Hocker. Im „KM-Team“ suchte man daher nach einem interessanten „Lernträger“. Da die schulinterne Marketinggruppe schon lange an einem Wegeleitsystem der Eckener-Schule arbeitet, wurden deren Überlegungen für eine Außenbeschilderung aufgenommen und eine Aufgabenstellung erarbeitet, in der sich die Vorgaben der Lernfelder mit den beruflichen Anforderungen eines Schweißers bei der Werft oder den Flensburger Fahrzeugwerken, eines Metallbauers bei Krones oder eines Feinblechbauers bei Atec vereinbaren lassen.
Besonders nachteilig an der bisherigen Ausschilderung ist diejenige des Standortes „Gebäude G – Schützenkuhle“, der Wiege der Gewerblich Technischen Schule der Stadt Flensburg, in dem heute die Bildungsgänge der Fachschule für Technik und Gestaltung, der Bildhauer sowie teilweise der Berufsfachschule untergebracht sind. Da das Nebengebäude bereits gut ausgeschildert ist – hier ist das Technische Rathaus mit einigen Abteilungen untergebracht –, bot sich die Übernahme der Gestaltung dieser Schilder an. Sie sind – wie das Abb. 1 zeigt – aus einem aus Winkelprofilen interessant gestalteten und gestrichenen Rahmen mit einer frei beschriftbaren Nirotafel gefertigt.

Nach einer Ortsbegehung mit der Klasse wurden schnell vier sinnvolle Aufstellungsorte – zwei an den Haupteingängen zur jeweiligen Straßenseite, zwei auf dem Hof zu den verschiedenen Gebäudeabschnitten – gefunden. Es bot sich im Einzelnen folgende Aufgabenstellung an, die inzwischen von vier Gruppen in der Klasse arbeitsgleich ausgeführt worden ist:

  • Erarbeitung eines Konzepts, das dem Kunden, hier dem Bildungsgangsleiter der Fachschule, vorgestellt wurde; die Gruppen präsentierten ihre Arbeiten in phantasievoll, aber kundengerecht gestalteten Präsentationen;
  • Nachkonstruktion des Schildrahmens und Erstellung von entsprechenden Fertigungszeichnungen;
  • Ermittlung der Massen für den Materialeinkauf;
  • Erstellung eines Fertigungs- und Prüfplans;
  • Erarbeitung eines Farbkonzepts unter Berücksichtigung des Korrosionsschutzes;
  • Erstellung eines Montage- und Aufstellungsplans sowie der Instandhaltungsunterlagen.

Im Theorieteil des Unterrichts erarbeitete die Klasse dann die Grundlagen zu den nötigen Fertigungsverfahren wie Fügen (Nieten, Schrauben, Löten oder Schweißen) und Trennen (hand- oder maschinell geführtes Brennschneiden), beschäftigte sich beispielsweise mit der normgerechten Beschriftung von Schweißnähten in den Fertigungszeichnungen oder mit den Möglichkeiten, fachgerecht einen Fertigungsplan mit den notwendigen Prüfschritten zur Qualitätssicherung zu erstellen – kurz, die Vorgaben des Lehrplans sind erfüllt, Arbeitsergebnisse liegen vor! In den Werkstattstunden wurden dann die Materialien vermessen, die Rahmenteile zu Recht geschnitten, geheftet und gerichtet und anschließend verschweißt.
Jetzt – wie auf Abb. 2 zu erkennen ist – fehlen eigentlich nur noch die Farbgebung und die Übergabe an den „Kunden“. Der Auftrag für die Errichtung der Fundamente mit den Ankerplatten ging an das Technische Rathaus. Nach gemeinsamer Fertigstellung freuen wir uns schon auf die Aufstellung der neuen Beschilderungen und eine zünftige Einweihungsparty!

KM-Team, 14.05.08, DP


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