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Eckener-Schule Flensburg :: Berufliche Schule der Stadt Flensburg im RBZ

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Besuch der Rendsburger Feuerverzinkerei und der Wasserskianlage in Jagel

Ohne Korrosionsschutz geht fast nichts mehr. Und eine Metallbauerausbildung ohne einen Besuch der Rendsburger Feuerverzinkerei GmbH geht eigentlich auch nicht.
So begaben sich die Metallbauer-Oberstufe (MB-05) am mit 18 Auszubildenden und drei Lehrern in Richtung Süden. Frau Bredendiek und Herr Bergmann zogen es vor, mit dem Motorrad anzureisen – um das schöne Wetter zu nutzen und um ein wenig unabhängiger (vor allem von den Ortskenntnissen der Schüler!) zu sein. Tatsächlich stellte sich heraus, dass eine direkte Anreise ins ferne Rendsburg schon eine Herausforderung war. In unregelmäßigen Abständen trudelten die einzelnen Fahrzeuge ein – mit ganz individuellen und spannenden Reisewegen.

Aber der Geschäftsführer der Rendsburger Feuerverzinkerei GmbH, Herr Harbeck, kannte seinen Kundenkreis und war nicht aus der Ruhe zu bringen. Die Klasse wurde in zwei Gruppen geteilt und eine durfte die Firmenbesichtigung sogar bei ihm genießen. Dem Geschäftsführer der Rendsburger Feuerverzinkerei GmbH merkte man an, dass er stolz auf den grundlegenden Umbau des Betriebes vor 1,5 Jahren ist. So konnte er nicht umhin, seine Firma als die modernste Feuerverzinkerei Deutschlands zu bezeichnen. Und diesen Eindruck gewannen auch wir.

Die große Halle mit dem automatisiertem Anlagenkonzept war sehr beeindruckend. Mit ferngelenkten Gabelstaplern, die über Laufkatzen an der Hallendecke „schwebten“, konnte die Ware in alle Bereiche der Halle transportiert werden, ohne dass der Einfahrtsbereich dabei blockiert wurde. Gleichzeitig wurden die zu verzinkenden Werkstücke gewogen. Dies war wichtig, da das Gewicht die Grundlage für die Preiskalkulation ist.

Bevor Stahlteile feuerverzinkt werden, müssen sie in einem speziellen Entfettungsbad vorbereitet werden.. in einer Salzsäure-Beize werden Rost und Zunder entfernt. Nach einem Flussmittelbad werden die Werkstücke getrocknet. Alles erfolgt anhand einer „Rezeptur“, die genau auf das jeweilige Stahlteil abgestimmt ist. 

Wie von Geisterhand gesteuert, bewegten sich die Stahlteile zu ihren jeweiligen Bearbeitungsorten.

Nur das Eintauchen in den Zinkkessel wird per Hand durchgeführt, da dort die Erfahrung des „Zinkers“ von besonderer Bedeutung ist. Er muss aufpassen, dass eingeschlossene Luftlöcher bei der hohen Temperatur von 450°C nicht zu ungewollten „Explosionen“ führen, die den heißen Zink umherschleudern könnten. Darum sind die „Auslassbohrungen“, durch den Metallbauer gemacht, so wichtig!

Waren früher einmal die „Zinkerreien“ berühmt für ihre schlechte Luft und große Umweltverschmutzung, so ist davon in der Rendsburg Feuerverzinkerei GmbH nichts mehr zu erkennen. Modernste Abluftanlagen, Säurewäscher und hochspezielle Filtertechniken lassen die Umweltbelastung auf ein Minimum reduzieren – sehr beeindruckend!

Ziemlich schnell war die eingeplante Zeit um, und wir verabschiedeten uns von Herrn Harbeck. Aber der Ausflug war noch nicht zu Ende. Unser nächstes Ziel sollte die Wasserskianlage in Jagel sein. Dort schälten wir uns in „todschicke“ Neoprenanzüge, um dem Abenteuer Wasserski nicht schutzlos ausgesetzt zu sein. Trotz liebevoller Einweisung durch das Fachpersonal, gelang es kaum jemanden den ersten Start erfolgreich zu meistern. Nur die Lehrer und Björn (er hatte vorher schon mal geübt!) konnten sich zu beginn auf den Beinen halte, um dann aber auch in der ersten Kurve eine Bauchlandung zu machen. Der Weg zurück war dann „meilenweit“. Die tollsten Bauchklatscher gab es aber während der zwei Stunden im Startbereich zu sehen. Einige hat es nie weiter als 10 m auf den Skiern gehalten – der Po wollte einfach nicht hoch. Mit geschätzten Summe von 153 Bauchklatschern und einem Tagesrekord von 3,5 gefahrene Runden an einem Stück (Igor) wurde danach zum Grillen übergegangen. Das war auch bitter nötig – durch die Anstrengungen waren alle ziemlich platt!Am darauffolgenden Tag konnte wir alle merken, wo der liebe Gott beim Menschen die Bauchmuskeln vorgesehen hatte. Unsagbarer Muskelkater erinnerte uns an einen schönen, erlebnis- und lehrreichen Tag. 

So etwas wollen alle Beteiligten gerne wiederholen.

MB-Team, Juli 2008, JB

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